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VLN: Teilnahme von Jürgen Alzen Motorsport unwahrscheinlich

BeitragVerfasst: 12. Jan 2010, 10:26
von Andreas Schwarz
In der Saison 2010 werden die Fans rund um die Nordschleife auf ein weiteres Fahrzeug vergeblich warten. Jürgen Alzen Motorsport, eines der alteingesessenen Teams der VLN, kehrt der Langstreckenmeisterschaft den Rücken und wird in der STT und RCN an den Start gehen.

Jürgen Alzen Motorsport wird aller Voraussicht nach 2010 kein Fahrzeug in der VLN an den Start bringen. Dies bestätigte Jürgen Alzen gegenüber SportsCar-Info.de und nannte verschiedene Gründe für den Ausstieg aus der Langstreckenmeisterschaft. Zum einen wäre da das Balance of Performance. Der Motor der „Little Nelly“ leistet etwa 560 PS, wird jedoch durch die Restriktoren auf etwa 480 PS limitiert.

Um den Porsche dennoch wieder konkurrenzfähig zu machen, beantragte Alzen im November eine Gewichtsreduzierung um 25kg. „Der Antrag wurde abgelehnt. Ich fühle mich bei der VLN als Kunde, würde ich ähnliches mit meinen Kunden machen, hätte ich keine mehr. Daher werden wir nicht antreten“, erklärte Alzen.

Der Einsatz eines GT3-Boliden scheint auch unwahrscheinlich, denn trotz der nicht erlaubten technischen Änderungen gibt es häufige Balance of Performance-Anpassungen. „Ich könnte jetzt ein GT3-Auto kaufen, aber selbst daran muss wieder rumgeschraubt werden, Restriktoren vergrößern oder verkleinern und all solche Dinge. Es ist auch immer eine Frage des Geldes, unser Vertrag mit Hankook ist ausgelaufen. Wenn morgen der große Geldsegen käme, würde ich wahrscheinlich starten, aber mit einem nicht konkurrenzfähigen Auto in den SP-Klassen macht das keinen Sinn. Geld verdienen tut man dabei eh nicht, dann sollte es wenigstens Spaß machen, und das tut es in der derzeitigen Situation nicht.“

Das heißt jedoch nicht, dass die Fahrzeuge des Teams deshalb in den Garagen verstauben werden. Die in diesem Jahr in der VLN eingesetzte „Little Nelly“, ein umgebauter Porsche 997 GT3 Cup, wird in der RCN fahren, der aus den letzten beiden Jahren bekannte Turbo wird in der STT zum Einsatz kommen, allgemein wird das Team eher auf Kundensport ausgerichtet. Ein Einsatz bei den 24 Stunden Mitte Mai wollte der Betzdorfer jedoch nicht ausschließen, aber zunächst einmal die Reglementsentwicklung der VLN beobachten.


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