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Bester BMW kommt aus Butzbach!

News und Infos zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Bester BMW kommt aus Butzbach!

Beitragvon Andreas Schwarz » 28. Mai 2009, 10:37

Am Ende drohte das 24h-Rennen am Nürburgring ein reines Porsche-Audi-Spektakel zu werden. Doch mit reichlich Energie und Teamgeist schaffte es das Privatteam Dörr Motorsport mit dem BMW Z4 Coupé, in die Top-Ten zu fahren und Farbe ins Spiel zu bringen. Überdies sahen alle fünf von Dörr Motorsport eingesetzten BMW-Fahrzeuge die Zielflagge.

Nach der zweiten Trainingssitzung am Freitagnachmittag zeigte sich das Team Dörr Motorsport mit den Teamchefs Rainer Dörr und Jörg Ullmann zufrieden: Mit nur etwas mehr als einer Sekunde Rückstand auf den Führenden der Klasse SP6 stand der BMW Z4 Coupé auf Startplatz zwei der Klasse. In der Gesamtwertung reichte die eingefahrene Zeit für Position 20, womit das Coupè die letzte begehrte „blaue Lampe“ erhielt, die die 20 schnellsten Fahrzeuge kennzeichnet. Der aussichtsreichen Position waren insgesamt drei Trainingssitzungen vorausgegangen, in denen sich Rudi Adams (Ahütte), Luca Ludwig (Bornheim), Arnd Meier (Weissach i.Tal) und Markus Grossmann (Euskirchen) ein ständiges und spannendes Duell mit den Konkurrenten der Klasse SP6 lieferten. Hart aber zu jeder Zeit fair. Rudi Adams fuhr den Start und legte mit zurückhaltender und materialschonender Fahrweise in der heißen Startphase den Grundstein des späteren Erfolges. Nach jeweils acht gefahrenen Runden kehrte das Coupé zum Fahrerwechsel zur Box zurück, gleichzeitig wurden neue Reifen montiert, getankt und das Fahrzeug einer Sichtkontrolle unterzogen. Mit der nötigen Geschwindigkeit um vorwärts zu kommen, die gleichzeitig aber genügend Sicherheitsreserven bot, drehten Großmann, Ludwig, Adams und Meier kontinuierlich ihre Runden, immer in Schlagdistanz zum Führenden der Klasse. Zu keiner Zeit gab es technische Probleme, der Wagen lief wie das sprichwörtliche Uhrwerk. Gegen 22 Uhr „erbte“ das Team die Klassenführung: Mit technischen Problemen schied der bis dahin Führende der Klasse SP6 aus. Bis zum Ziel gab Dörr Motorsport die Führung nicht mehr ab und gewann das 24h-Rennen 2009 überlegen mit elf (!) Runden Vorsprung und insgesamt 145 (= 3679,81km) zurückgelegten Runden. Das Team demonstrierte mit dem BMW Z4 Coupé perfekten Motorsport auf höchstem Niveau.

Phantom hadert mit Technik
In der Klasse SP5 wollten die Hessen mit dem Siegerfahrzeug des 24h-Rennen 2007 und der Fahrerkombination Michael Holz (Grafschaft), Tom Robson (München), Simon Englerth (Ingolstadt) und Christian Wack (Schoden) ebenfalls ein Wörtchen in der Pokalvergabe mitreden. Doch der BMW 130i, genannt „Phantom“, hatte alles andere als einen guten Lauf: Im freien Training platzte der Behälter für den Ölfilter, im ersten offiziellen Zeittraining rutschte Wack ins Kiesbett, im zweiten Training sorgten ein Kabel und ein gelöster Filter im Tank für mangelnde Kraftstoffversorgung, im Rennen rutschte Tom Robson in die Leitplanke und alle Vier klagten über immer schlimmer werdendes Überbremsen der Hinterachse.
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Nichts desto trotz legte das Fahrerquartett mit der Mechanikercrew im Rücken eine erstklassige Teamleistung hin. Statt zu klagen, wurde das „Phantom“ mit vereinten Kräften nach jedem Malheur wieder flott gemacht, so dass es aus eigener Kraft die Ziellinie am Sonntagnachmittag um 16 Uhr überqueren konnte. Von Platz sieben ins Rennen gestartet, fiel das „Phantom-Quartett“ am Ende auf Rang neun von 15 gestarteten Autos zurück.

Dieselmotor beschert Nachtschicht
Mit seriennaher Technik trat der BMW 120 von Dörr Motorsport das Rennen zweimal rund um die Uhr an und lag somit in Sachen Leistung deutlich hinter den zehn Konkurrenten der Klasse D1T. Allein diese Tatsache reichte jedoch nicht aus, um die Fahrer Kristian Vetter (Gerolzhofen), Frank Weishar (Taufkirchen), Heiko Hahn (Bad König) und Tom Moran (Ismaning) ins Bockshorn zu jagen. Im Gegenteil: Der im ersten Training einsetzende Regen spielte dem gutmütigen Auto und der Erfahrung der vier Piloten in die Karten.
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Mit einem aussichtsreichen vorläufigen Platz im Mittelfeld ging es ins zweite offizielle Training, das jedoch durch Fahrwerksprobleme nicht den gewünschten Verlauf nahm. Rennfahrer und Mechaniker tauschten gemeinsam das komplette Fahrwerk und suchten Runde um Runde nach der perfekten Einstellung. Der gute Startplatz war damit hinfällig, und die Diesel-Besatzung musste mit dem letzten Startplatz der Klasse vorlieb nehmen. Startfahrer Kristian Vetter legte einen guten Start-Stint hin, Frank Weishar und Heiko Hahn setzten die Aufholjagd des Startfahrers fort. Tom Moran indes war mit weniger Fortuna unterwegs: Im Bereich Aremberg-Kurve versagte der Dieselmotor seinen Dienst, das Auto strandete im Kiesbett. Was folgte, war Teamarbeit im Höchstmaß. Kristian Vetter stiftete kurzerhand den Motor seines privaten BMW 120d, der ins Rennauto implantiert wurde. Während die Bergung eine gefühlte Ewigkeit dauerte, war die Mechanikerarbeit am Fahrzeug in drei Stunden erledigt. Mechaniker und Fahrer arbeiteten erneut Hand in Hand und machten es möglich, dass der Diesel in den frühen Sonntag-Morgenstunden wieder rollte. Zwar lieferte der Serienmotor deutlich weniger Leistung als das Rennaggregat, dafür aber sahen die vier Fahrer das Ziel. Auf Position acht und als Letzter der Gesamtwertung zeigte die Dieselcrew, was die Faszination Langstreckensport ausmacht.

Journalisten halten durch
Komplettiert wurde die „Dörr-Armada“ beim 24h-Rennen 2009 durch die neuen BMW 135i, die das Gerüst einer eigenen, künftigen Club-Rennserie darstellten und ihre Feuerprobe direkt beim härtesten Langstreckenrennen der Welt zu bestehen hatten. In der Klasse SP8T waren Otto Hofmayer (Weil der Stadt), Thomas Kroher (München), Christian Gebhardt (Stuttgart) und Phillip Leisen (Irrel) auf dem Auto mit der

Nummer 95 und Dierk Möller-Sonntag (Hamburg), Guido Naumann (Kammerstein), Rolf Scheibner (Ottobrunn) und Markus Großmann (Euskirchen) auf dem BMW mit der Startnummer 96 unterwegs. Während die Besatzung der Nummer 95 immer wieder längere Boxenstopps hinnehmen musste, stets hervorgerufen durch kleinste technische Probleme, konnte das Schwesterauto stetig und stoisch seine Runden drehen. Nach 24 Stunden überquerten die beiden brandneuen Autos von Dörr Motorsport auf Rang eins und zwei liegend die Ziellinie.


Rainer Dörr und Jörg Ullmann zum Rennen


BMW Z4 Coupé, #69: „Besser geht’s nicht!“
„Rudi Adams, Markus Großmann, Arndt Meier und Luca Ludwig haben einen hervorragenden Job gemacht, das Letzte aus sich und dem Auto rausgeholt, ohne dabei die Grenze zu überschreiten. Dass wir am Ende als bester BMW die Top Ten ergänzen und als reines Privatteam soweit vorne gelandet sind, erfüllt uns mit besonderem Stolz. Wir haben schon im Rahmen der VLN gezeigt, wozu Auto und Fahrer fähig sind, zwei Klassensiege sprechen eine eindeutige Sprache. Und wir freuen uns über den grandiosen Sieg unseres Z4!“



BMW 130i „Phantom“, #68: „Unser Ex-Klassensieger strauchelte an Technik“
„Der sprichwörtliche Wurm hatte sich im „Phantom“ eingenistet. Zuerst die Technikprobleme und dann die zwei Ausrutscher. Mit den Reparaturen haben wir reichlich Zeit verschenkt und somit eine gute Platzierung am Ende verspielt. Schade, denn ich weiß, dass die Fahrer Wack, Robson, Holz und Englerth durchaus in der Lage sind, in der SP5 vorne mitzufahren. Dass der Wagen es kann, hat er 2007 mit dem Klassensieg beim 24h-Rennen und in der VLN mit zahlreichen Podestplätzen bewiesen. Als der Wagen dann lief, waren alle Fahrer von der Performance begeistert. Lediglich die überbremsende Hinterachse hat uns eine Denksportaufgabe gestellt, die wir bis zum nächsten VLN-Lauf lösen müssen.“

BMW 120d #135, „Wir stehen vor einem Rätsel“
„Vorweg Folgendes: Eine solche Teamleistung ist nicht hoch genug einzuschätzen und zu loben. In Runde acht Stunden haben die Mechaniker gemeinsam mit der Streckensicherung das Auto geborgen, einen Serienmotor aus- und ins Rennauto eingebaut. Freilich hätten wir schon in der Nacht das Auto stehen lassen können, aber ein 24h-Rennen endet eben nach 24 Stunden. Der Diesel wurde zwar mit seinem gehörigen Rückstand Letzter in der Klasse und Gesamtwertung, wird aber dennoch gewertet, was vielen anderen nicht gelungen ist. Wir sind als Teamchefs unbeschreiblich stolz auf die Jungs. Heiko Hahn, Kristian Vetter, Frank Weishar und Tom Moran haben das Beste aus einer eigentlich aussichtslosen Situation gemacht.“

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BMW 135i #95 / #96: „Auf Anhieb ein Erfolg“
„Üblicherweise kämpfen neue Autos im 24h-Rennen mit massiven Problemen – nicht unsere neuen 135i. Zwar klemmte es hier und da ein wenig an der Technik, aber im Großen und Ganzen sind wir durchgerollt und haben eine gute Vorstellung geboten. Unser Ziel, mit beiden Autos die Zielflagge zu sehen, haben wir erreicht. Diese Fahrzeuge werden wir künftig in Serie produzieren, einen eigenen Pokal ausloben und die Kunden regelmäßig zu Fahrertrainings und Rennen einladen. Dass der Wagen den Belastungen standhält, haben wir jetzt eindrucksvoll bewiesen. Selbstverständlich tragen auch die Fahrer einen großen Teil des Erfolges. Sie sind umsichtig und dennoch schnell gefahren – eine siegfähige Kombination.“



Resümee
„Vor zehn Jahren haben wir mit einem BMW 318is im Langstreckensport angefangen – mit dem heutigen Klassensieg sind wir bereits zum vierten Mal in die Top-Ten gefahren und können fünf Klassensiege verbuchen. Eine Leistung, für die andere deutlich länger brauchen. Nicht nur die von uns aufgebaute Technik trägt diesen Erfolg, sondern auch die stets geschlossenen Mannschaftsleistungen, bei denen jeder freiwillig arbeitet. Jeder im Team weiß, wo er anzupacken hat und welche Handgriffe erforderlich sind, um am Ende ganz oben zu stehen. Dafür danke ich den Teammitgliedern wirklich von ganzem Herzen. Nicht vergessen wollen wir unsere Sponsoren, in erster Linie Pirelli, die uns seit Jahren tatkräftig unterstützen. CSP, TeDatCo, Victoria Versicherungen, Dakota, General Anzeiger, Karl Kaufmann, Ratioparts, Aramark, Dörr+Hess, Autolackiererei Amend und OKI stehen uns ebenfalls bei allen Rennen zur Seite und haben diesen Erfolg ermöglicht. Immerhin haben die fünf Dörr-Autos das Ziel gesehen – ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Nicht alle Teams, die mehr als zwei Autos ins Rennen geschickt haben, können behaupten, alle Autos im Ziel gehabt zu haben. Zwei Klassensiege beim 24h-Rennen in der Klasse SP6 und SP8T hat man auch nicht alle Tage.“

Quelle: Redaktionsbüro Meuren


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Re: Bester BMW kommt aus Butzbach!

Beitragvon Andreas Schwarz » 28. Mai 2009, 12:29

ein paar Pics :cool

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Re: Bester BMW kommt aus Butzbach!

Beitragvon Paul Linek » 25. Jun 2009, 23:46

Ja das stimmt, ich war Haut nah an der Strecke und habe das Specktakel verfolgt. :D
Paul Linek
 

Re: Bester BMW kommt aus Butzbach!

Beitragvon Andreas Schwarz » 26. Jun 2009, 08:15

Trotz all der Unkenrufe im Vorfeld haben die Teilnehmer wirklich großes Kino geboten. Gerade die Jungs von Dörr :cool

War schon echt super, nächstes Jahr wieder :hossa
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