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FIA GT

News und Infos zur Formel 1 und anderen Rennserien.

FIA GT

Beitragvon Andreas Schwarz » 11. Mär 2011, 10:21


Der Erfolg der GT3-Kategorie ist auch 2011 nicht zu übersehen, doch Stephane Ratel plagen Sorgen. Während GT3-Europameisterschaft und Blancpain Endurance Series boomen, steckt das Aushängeschild des SRO, die FIA GT1 Weltmeisterschaft, in der Krise.

Es könnte alles so einfach sein...Würde Stephane Ratels Welt nur aus der GT3-Kategorie bestehen, wäre die Welt für den Organisator der internationalen GT-Serien unter FIA-Flagge wohl mehr als nur in Ordnung. Die FIA GT3 Europameisterschaft wird mit rund 30 Fahrzeugen wieder ein volles Starterfeld verbuchen können, die neue Blancpain Endurance Series platzt schon vor ihrem ersten Rennen aus allen Nähten. Doch Sorgenfalten zeichnen sich auf Ratels Gesicht ab: Der GT1-WM geht es alles andere als gut.
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Fangen wir mit dem Positiven an. Die FIA GT3-Europameisterschaft hat sich längst im internationalen Motorsport etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit. Mittlerweile geht sie bereits in ihre sechste Saison. Gegen Ende des vergangenen Jahres wurden einige Fans leicht stutzig, als die Starterzahlen plötzlich unter die Marke von 25 Fahrzeugen zurückgingen. Für 2011 ist man jedoch sehr gut aufgestellt: Rund 30 Fahrzeuge stehen auf der Nennliste und neue GT3-Boliden, teils von neuen Herstellern (sportscar-info berichtete) werden das Feld bereichern. Es bleibt beim bekannten 60-minütigen Rennformat mit Fahrerwechsel. Noch bleibt abzuwarten, wie das Experiment der neuartigen Bestrafung für erfolgreiches Fahren (längere Standzeiten an der Box anstelle von Erfolgsballast) bei Fans und Fahrern ankommt.

Noch beeindruckender als die Nennliste der FIA GT3-EM sieht diejenige der neuen Blancpain Endurance Series aus. Nicht weniger als 46 Fahrzeuge von 14 Herstellern wurden für die Saison 2011 genannt. Damit noch nicht genug - weitere 27 Fahrzeuge sind für das 24h-Rennen in Spa-Francorchamps eingeschrieben, was eine hypothetische Gesamtzahl von unglaublichen 73 Rennwagen bedeutet, die in zwei Klassen - FIA GT3 und GT4 - im Rahmen der neuen Langstreckenserie an den Start gehen werden. Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ dürfen sich Fans des Langstreckensports auf einen Leckerbissen gefasst machen: Professionelle Teams wie Vitaphone, AF Corse, Hexis AMR, Reiter, Marc VDS, Phoenix oder Mühlner werden sich einen Wettbewerb in 3-Stunden-Rennen auf allerhöchstem Niveau liefern. Die Blancpain Endurance Series - nicht nur für Ratel ein Weg zurück zu den Wurzeln der einstigen FIA GT-Meisterschaft - scheint schon vor dem ersten Rennen ein voller Erfolg zu sein. Ende gut, alles gut?
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Nein, denn der Vorhang fällt nicht an dieser Stelle. Ausgerechnet das Aufhängeschild des SRO - die FIA GT1 Weltmeisterschaft, steckt in der schon lange befürchteten Krise. Nach der Aufbruchsstimmung im ersten Jahr ist man nun in der Realität angekommen. Die Serie ist zu teuer, schlecht vermarktet und leidet wegen der Kosten unter Teilnehmerschwund. Ganze 16 Fahrzeuge sind bislang genannt. Titelverteidiger Vitaphone hat sich endgültig in die Blancpain Endurance Series verabschiedet. Eine Regel, die ursprünglich das Starterfeld füllen sollte, bewirkt nun das Gegenteil: Vor der Saison 2010 wurde festgelegt, dass pro Hersteller mindestens vier Fahrzeuge am Start stehen müssen. Diese Regel garantierte 2010 ein Starterfeld von über 20 Autos - sonst hätten Nissan und Lamborghini wohl nur zwei Fahrzeuge an den Start gebracht. Nun aber hat man mit dieser Regel den Titelverteidiger eliminiert. Michael Bartels kann das Vitaphone-Team nicht an den Start bringen, weil sich kein Team finden ließ, das zwei weitere Maserati MC12 einsetzt. Dennoch wird seitens des SRO ein Kniff versucht: Die Nennfrist wurde bis zum 15.03.2011 verlängert. Ratel hoffe, wenigstens noch drei Corvetten an den Start zu bekommen. Dafür müsste die Vier-Fahrzeuge-Regel gekippt werden, was aber angesichts der alarmierenden Lage die einzig mögliche Lösung wäre. Die Gerüchte über Bamboo-Racing reißen nicht ab und werden von Ratel genährt: "Wir gehen mit fünf Marken nach Abu Dhabi", ließ der SRO-Chef verlauten und verwies dabei ausdrücklich auf Corvette, während er sich von Maserati verabschiedete.
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Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass für 2012 bereits an einem neuen GT1-Reglement getüftelt wird. Ein Reglementswechsel nach nur 2 Seasons würde auf jeden Fall bedeuten, dass das derzeitige FIA GT1-Reglement gescheitert ist. Im zweiten Jahr ihres Bestehens muss die GT1-WM also bereits durch ein Übergangsjahr. 2012 sollen dann aufgemotzte GT3-Boliden für mehr Vielfalt in der Weltmeisterschaft sorgen. Diese Idee ist nicht neu. Schon während der Gründungsphase der GT1-Weltmeisterschaft versuchte Ratel diesen Kniff, um die horrenden Kosten für die GT1-Boliden in den Griff zu bekommen. Damals scheiterte der Vorschlag bei der FIA, für 2012 soll die Vision endlich Wirklichkeit werden. McLaren, Lotus und Mercedes wurden von Ratel bereits als Interessenten für die 2012er-Saison genannt, auch das Aurora-Projekt rund um den Alpina-BMW könnte wiederbelebt werden, wenn die Anzahl der Homologationsmodelle aus der Serienproduktion gesenkt wird. Dennoch hat die aktuelle Saison noch nicht einmal angefangen. Der große Verlierer des neuen Reglements wäre in jedem Falle Nissan. Die Japaner haben als einzige Marke von Grund auf einen reinrassigen GT1-Boliden entwickelt und würden gegen die wesentlich günstigeren verbesserten GT3-Modelle am Markt den Kürzeren ziehen.

Vermutlich wäre es für Ratel die einfachste Möglichkeit, die GT1-WM zu streichen und den Erfolg seiner GT3-Serien zu genießen. Doch wer Ratel kennt, weiß, dass dieser Schritt für ihn nicht in Frage kommt. Er wird um seine Weltmeisterschaft kämpfen. Dennoch muss die GT1-WM 2011 überstehen. Es wird das Jahr der Bewährung und vermutlich der Tiefpunkt der Serie werden. Bleibt nur zu hoffen, dass es danach wieder bergauf gehen wird. Für Ratel könnte mit der GT3 alles so einfach sein - ist es aber dank der GT1 nicht.


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Vorschau GT1-WM: Neuer Champion gesucht!

Beitragvon Andreas Schwarz » 22. Mär 2011, 16:24

...insgesamt meldet die FIA eine Liste von 20 Fahrzeugen, die an den zehn Läufen des Jahres teilnehmen sollen. Ob wirklich alle Autos beim Saisonstart am kommenden Wochenende in Abu Dhabi sein werden, ist jedoch fraglich.
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Am Mittwoch wird es das erste Aufeinandertreffen der fünf verschiedenen Hersteller geben. Nissan, Aston Martin, Lamborghini, Ford und Corvette sind gemeldet. Ein Favorit lässt sich in der Szene, in der schon im vergangenen Jahr quasi jedes Auto Siegchancen hatte, kaum ausmachen. Vor allem Nissan hat erheblich aufgerüstet, den GT-R leichter gemacht und beim Fahrerkader Prominenz geholt.

"Ich will Weltmeister werden", sagt Neuzugang David Brabham klipp und klar. Der Australier kommt mit der Empfehlung früherer Formel-1-Einsätze, seiner Le-Mans-Erfolge und zwei ALMS-Titeln in Folge in die GT1-Weltmeisterschaft. Brabham wird sich einen Nissan von Sumo mit dem erfahrenen Jamie Campbell-Walter teilen.

"Abu Dhabi ist so etwas wie meine zweite Heimat", sagt der Brite vor dem Auftakt auf der kurzen Variante des Yas Marina Circuit. Campbell-Walter hat in den vergangenen Monaten unzählige Gäste im Formel-1-Doppelsitzer um den Kurs chauffiert, kennt jede Ecke in- und auswendig. Den zweiten Nissan GT-R von Sumo werden Enrique Bernoldi und Ricardo Zonta fahren.
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Weil sich auf die schnelle kein zweites Team für den japanischen Hersteller fand, gründete die Sumo-Muttergesellschaft kurzfristig ein zweites Team. Unter dem Namen JRM werden Peter Dumbreck und Richard Westbrook sowie Michael Krumm und GT1-Neuzugang Lucas Luhr je einen GT-R pilotieren. Mit Nissan muss man in der neuen Saison auf jeden Fall rechnen.

Von den Japanern abgewendet hat sich Swiss Racing. Nach der enttäuschenden Saison 2010 hat die schweizerische Mannschaft von Othmar Welti die Lamborghinis von Reiter übernommen und greift nun neu an. "Der erste Eindruck vom Auto war sehr positiv", sagt Karl Wendlinger, der in diesem Jahr den erfahrenen Peter Kox als neuen Teampartner an der Seite hat.

Den zweiten Lambo der Mannschaft teilen sich Max Nilsson und Jiri Janak, der schon früher einmal mit Welti und seinem Team zusammengearbeitet hat. In den deutschen Murcielagos von All-Inkl-Münnich werden weiterhin Dominik Schwager und Nicky Pastorelli sowie Marc Basseng sitzen. Der Teammanager hat jedoch einen neuen Kollegen mit an Bord. Markus Winkelhock kommt aus der DTM in den Lamborghini.

"Marc ist nicht nur schnell und erfahren, sondern es passt auch menschlich sehr gut. Auch das ist Grundlage für Erfolge", sagt Winkelhock, der sich am Mittwoch an sein neues Gefährt gewöhnen muss. "Ich habe schon viele verschiedene Autos bewegt und kann mich meist sehr schnell anpassen", sagt der bisherige Audi-DTM-Pilot vor seinem Debüt in der GT1-WM.

Bei Aston Martin gilt Young-Driver aus Paderborn als die klar favorisierte Mannschaft. Das Team um Hardy Fischer zählt auf die Werkspiloten Stefan Mücke, Darren Turner und Tomas Enge, neu hinzu kommt der erfahrene Alex Müller. "Ich kenne die Strecke zwar aus dem Vorjahr, kann aber unser Auto noch nicht einschätzen. Wir werden entspannt in die Saison gehen, ohne allzu großen Druck", meint Müller.
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"Die Strecke liegt unserem Auto nicht allzu gut", mahnt Mücke, der ab sofort Turner an seiner Seite hat. "Mein Ziel ist es, das Championship-Rennen auf dem Podest zu beenden. Das wird schwierig, aber mit einem guten Qualifying und einem erfolgreichen Auftritt im Qualifikationsrennen sollte das machbar sein." Das Team absolvierte keine echten Testfahrten, sondern nur einen Shakedown auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Ob die Markenkollegen von Hexis zu neuen Höhenflügen ansetzen können, ist derzeit fraglich. Bei den Franzosen gab es erhebliche Umstellungen zur zweiten GT1-Saison. Zum Abschluss der Vorsaison zeigten Makowiecki/Clairay und Piccione/Hirschi bärenstarke Leistungen, aber von den erfolgreichen Duos ist nun nicht mehr viel übrig. Einzig Clivio Piccione ist noch an Bord. Der Monegasse teilt sich einen DBR9 mit Neuling Stef Dusseldorp, der aus der Formel 3 kommt.

Den zweiten Aston Martin von Hexis besetzten Andrea Piccini und Aufsteiger Christian Hohenadel, der den Sprung aus der GT3-EM in die große Szene wagt. "Ich hoffe, dass unser Auto die ersten beiden Rennen unbeschadet übersteht und wir die Zielflagge in den Punkterängen sehen", sagt Hohenadel, der bereits zwei Tests im Aston Martin absolvieren durfte. "Die Konkurrenz ist enorm stark. Ich fahre dort gegen ehemalige Formel-1- und DTM-Piloten, gegen Le-Mans-Sieger und andere Hochkaräter."

Eine starke Mannschaft hat man sich bei Marc-VDS zusammengestellt. Bas Leinders wird 2011 Marc Hennerici an seiner Seite haben, im zweiten Auto hat Maxime Martin den schnellen Frederic Makowiecki als neuen Partner. "Ich will keine Prognose wagen", sagt Hennerici. "Die Qualität der Fahrer steigt zur neuen Saison noch einmal an. Ich freue mich schon auf die Duelle mit den besten GT-Piloten der Welt."

Nach dem Modell von Nissan hat auch Ford ein zweites Team als Ableger von Marc VDS ins Leben gerufen. Belgian-Racing nennt sich der Rennstall, der in Abu Dhabi sein Debüt mit zwei Ford GTs feiern wird. Antoine Leclerc und der 21-jährige Tscheche Martin Matzke sind als Piloten bestätigt. "Ich kenne weder Auto noch Strecke", sagt Leclerc, "aber ich habe in meinem Simulator gesessen. Ich muss erst einmal das Arbeitsumfeld kennenlernen."
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Bei Belgian-Racing wird zum Auftritt in Zolder weibliche Unterstützung erwartet. Ex-DTM-Pilot Vanina Icky wird ihr Heimspiel im neuen Ford-Team bestreiten. Viele Fragezeichen stehen derzeit noch hinter dem Engagement von Corvette. Die offizielle FIA-Nennliste weist je zwei Z06 von DKR und Exim-Bank-Team-China aus. Wer hinter der chinesischen Mannschaft steht, ist derzeit noch unklar.

Die Fahrer stehen momentan nur für je eine Corvette der beiden Teams fest. Für DKR wurden die beiden Franzosen Jean-Claude Police und Laurent Cazenave gemeldet, bei den Chinesen sollen Mike Hezemans und dessen niederländischer Landsmann Nick Catsburg fahren. Viele Beobachter zweifeln daran, dass in Abu Dhabi tatsächlich vier Corvettes starten werden.
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